Über uns

  Die Ziele und die Geschichte des Taunusklubs Zweigverein Bad Soden

  Tabellarischer Ablauf der Geschichte des Zweigvereins Bad Soden

  Die Vorsitzenden

  Der Stammklub und seine Geschichte


Die Ziele des Taunusklubs Bad Soden

Die Zielsetzungen des Taunusklubs seit seiner Gründung bis heute sind die Erschließung der Landschaft des Taunus durch Wanderwege, Wegemarkierungen und Wegetafeln, um nichtorganisierten Wanderern, das Wandern zu ermöglichen, Bewegung in der freien Natur zur Gesunderhaltung, die Pflege der Heimat und des Natur- und Umweltschutzes.
So kann Wandern als eine aktive, selbständige, sinnvolle und gesunde Freizeitgestaltung und als Gegenpol zu Hektik und Stress gesehen werden.
Außerdem schafft Wandern in Gruppen Gemeinschaft und ermöglicht Verständigung zwischen unterschiedlichsten Menschen.


Zur Geschichte

Am 1. Februar 1890 wurde der Taunusklub Zweigverein Bad Soden e. V. unter Teilnahme der Taufpaten Zweigverein Königstein und Stammklub Frankfurt gegründet.
Als 1. Vorsitzender wurde Sanitätsrat Dr. med. August Haupt gewählt. 22 Anwesende traten dem neu gegründeten Verein bei.
Die erste Wanderung führte über die Rote Mühle - Rettershof - Ruppertshain - Rossert - Vockenhausen - Eppstein - Staufen - Niederhofheim - zurück nach Bad Soden, - eine Wanderleistung von 38 km, die heute nur noch von wenigen nachvollzogen werden kann.
Wandern war damals reine Männerdomäne; heute ist es umgekehrt.
Im gleichen Jahr wurde mit der Markierung von Wanderwegen für Erholungssuchende begonnen.Ein Jahr später beschlossen die Mitglieder, die Errichtung einer Flechtschule und den Anbau von Weidenkulturen im Hintertaunus finanziell zu unterstützen, um den abgelegenen Taunusdörfern eine Hungersnot zu ersparen. Außerdem entschloss man sich für die Einführung eines Farbsystems zur einheitlichen Wegemarkierung.

1892 zählte der Verein schon 72 Mitglieder. Im Jahre 1896 errichtete der Taunusklub mit 740 Goldmark eine Schutzhütte auf dem Dachberg.
Dazu wurden ein Treppenaufgang hergestellt und 150 Kiefern, 20 Lärchen und Birken angepflanzt. Mit großzügigen Spenden wurde der Bau eines Aussichtsturmes in Form eines römischen Wachtturmes auf dem Burgberg begonnen. Die Einweihung der "Burgwarte" mit anschließendem Waldfest erfolgte 1900. Der Turm wurde der Stadt Soden übergeben.

Dr. med. Henry Hughes folgte Dr. Haupt als 1. Vorsitzender im Jahr 1908. Wie man sieht, erkannten und förderten die Mediziner schon früh den gesundheitlichen Nutzen der ausdauernden Bewegung in der frischen und sauberen Taunusluft.
Zwischen 1914 und 1920 ruhte die Vereinstätigkeit. Für das letzte Geld in der Vereinskasse, wurde den Mitgliedern, die sich im Krieg befanden, Pakete ins Feld geschickt.
1922 waren wieder 87 Personen als Mitglieder eingeschrieben. Es wurde die Unterstützung einer Schwesternstation im Hintertaunus beschlossen.
Von 107 Mitgliedern im Jahr 1930 schmolz der Verein bis 1933 auf nur noch 78. Der Plan, einen Aussichtsturm auf dem Dachberg zu errichten, zerbrach. Durch Werbung des seit 1938 als 1. Vorsitzenden aktiven August Stieler des zum "Taunusbund" umbenannten Vereins stieg die Mitgliederzahl bis 1943 auf 224 Personen.
Das Gasthaus "Zur guten Quelle" in Neuenhain wurde Vereinslokal.

Kriegsbedingt wurde erst 1948 die darniederliegende Vereinstätigkeit mit 100 Mitgliedern wieder aufgenommen.1952 stirbt der Ehrenvorsitzende Dr. Hughes nach 62 Jahren Mitgliedschaft, davon 29 Jahre als Vorsitzender. Im gleichen Jahr wird Franz Dittmar als Nachfolger von August Stieler zum 1. Vorsitzenden gewählt.
1958 wird wieder der Gründername Taunusklub übernommen und im Jahr darauf ins Vereinsregister eingetragen.
In den Folgejahren werden Nachmittagswanderungen für die Kurgäste durchgeführt, eine Rundwanderwegekarte erstellt, Ruhebänke aufgestellt, Seniorenwanderungen sowie eine wöchentliche Gymnastikstunde eingeführt.
Jochen Schmietendorf wird 1980 bei einem Mitgliederstand von 314 Personen zum 1. Vorsitzenden gewählt.
Er führt die Wegemarkierungswanderung in Form einer Sternwanderung ein, außerdem Arbeitstage auf dem Burgberg zur Säuberung der Wege und Wiesen. Fahrradtouren werden zum festen Bestandteil des Wanderplans.

In Zusammenarbeit mit dem Verein "Wir für Bad Soden" entsteht ein neuer markierter Rundwanderweg, der die drei ehemals selbständigen Sodener Stadtteile verbindet und an der Strecke 33 Sehenswürdigkeiten erklärt.
Der 12 km lange Weg wird in einem farbigen Wanderführer ‚Gehen und Sehen' ausführlich dargestellt.
Dieser liegt bei der Stadt Bad Soden für Interessierte aus. Für diese Ausarbeitung erhalten der Taunusklub und "Wir für Bad Soden" im Jahr 2005 den Kulturförderpreis der Stadt Bad Soden.
Nach 25 Jahren als Vereinsvorsitzender gibt Jochen Schmietendorf 2005 den Vorsitz an Gisela Hock M.A. ab. Im Jahr 2007 wird der Taunusklub auf einer Website der breiteren Öffentlichkeit zugänglich gemacht.
Der Verein hat jetzt 203 Mitglieder. Neben dem Wandern kommt die Kultur auch nicht zu kurz. Theaterbesuche, Bus- und Schifffahrten, Besichtigungen usw. gehören fest zum Jahresplan.
Die Angebotspalette hat immer zum Ziel, die Gemeinsamkeit zu pflegen und ein Zusammengehörigkeitsgefühl zu vermitteln.
Im Juli 2007 wurde ein Burgbergfest im Alten Kurpark vom Taunusklub veranstaltet, um Spenden zu sammeln und damit die Restaurierung der Burgwarte zu unterstützen.
Bei dem Fest sind 6.000 Euro zusammengekommen. Mit dem Betrag aus der Rückstellung des Taunusklub von 12.000 ergibt sich inzwischen 18.000 Euro für die Burgwarte. Das Spendenkonto 92126 besteht weiterhin, um den Betrag noch zu erhöhen.

nach oben